School Lab DLR

Wenn ein 5-jähriger Junge gefragt wird, was er später werden will, ist die Antwort oft Feuerwehrmann, Polizist oder Astronaut. Letzteres ist für die meisten am spannendsten. Einmal im Leben mit einer Rakete ins Weltall fliegen, schwerelos sein und Millionen Kilometer von der eigenen Heimat entfernt seine Füße auf einen anderen Planeten oder den Mond setzen.

Doch wie ist es dazu gekommen, dass wir andere Planeten und unseren Mond besuchen können? Eine eigentlich ganz einfache Antwort: wir verdanken Raketen, Raumanzüge und alle weiteren Errungenschaften der Weltraumtechnik für Weltraumissionen der Wissenschaft. Durch die natürliche Neugier des Menschen forschen wir immer weiter und arbeiten an anfangs unmöglichen Zielen. Das größte Forschungszentrum für Raumfahrt in Deutschland ist das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). In Oberpfaffenhofen forscht das DLR in 13 Einrichtungen, über 1800 Mitarbeitern mit dem Schwerpunkt Weltraummissionen, Klimaforschung, Erdbeobachtung, dem Ausbau von Navigationssystemen und der Weiterentwicklung von Robotern.

Am 18.01.2017 hatten die Schüler der Klasse 9D die einmalige Möglichkeit im Rahmen des School Lab Programms diese Forschungseinrichtung zu besuchen.

Wir legten den Hinweg mit der S-Bahn S3 und S8 nach Weßling und von dort mit dem Bus und zu Fuß zurück. Als wir dort ankamen war als erstes das große Gelände eine Herausforderung, dennoch fanden wir in das Hauptgebäude des School Labs und wurden dort mit einem Vortrag und der Tagesplanung begrüßt. Am Vormittag durften wir den ersten der Workshops, die von Studenten der jeweiligen Fachrichtung geleitet wurden, besuchen. Zur Auswahl standen Robotik, mobile Raketentechnik, Infrarottechnik und Satellitenbildauswertung. Ich entschied mich für letzteres und wir färbten Karten aus verschiedenen Jahren unterschiedlich ein und konnten so die Gletscherschmelze der letzten 30 Jahre berechnen. Danach folgte das Mittagessen, welches gut schmeckte. Satt und glücklich konnten wir in die zweite Hälfte des Tages starten. Am Nachmittag besuchten manche den MoRaBa Kurs, in dem Versuche zur mobilen Raketen Basis durchgeführt werden. Da es an diesem Tag sehr windig und verschneit war, besprachen wir als erstes drinnen reale Raketen und deren Funktion. Danach ging es ins Freie. Dort ließen wir eine Rakete mit Hilfe von heißem Wasser und Luftdruck starten. Wieder im Hauptgebäude angekommen gab es noch eine kleine Revision für unsere Betreuer und danach war die Veranstaltung zu Ende. Ein paar Schüler nutzten noch das Angebot nach dem offiziellen Teil mit einer kleinen Privatführung die Forschungsflugzeuge zu besichtigen. Auch ich gehörte dazu und wir konnten den Hangar mit den Flugzeugen besichtigen, mit den Piloten über ihre Arbeit sprechen und viele Fragen stellen. Nach einem langen, anstrengenden Tag, gehen wir trotzdem mit schönen Erinnerungen nach Hause, denn so einen exklusiven Einblick in die Forschung erlebt man nur sehr selten. Dafür bedanken wir uns bei allen Verantwortlichen, die diese Exkursion ermöglicht haben. 

Lilly M. Erhard und die Klasse 9D