In Sekunden kann alles anders, alles vorbei sein. Handy oder Alkohol am Steuer zerstören jedes Jahr das Leben vieler Autofahrer. Nicht wenige Unfallverursacher haben den Führerschein noch nicht lange – die ersten beiden Jahre nach der bestandenen Fahrprüfung sind die unfallträchtigsten. 

Um das Bewusstsein für diese Gefahr zu schaffen, veranstaltete das Gymnasium Gröbenzell am 5.7.2017 einen Aktionstag für die 11. Klassen unter dem Titel „Disco-Fieber“. Dieses vom „Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung“ initiierte Projekt beteiligt Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Kriseninterventionsteam gleichermaßen. Es besteht aus einem theoretischen Teil und einer Rettungsübung. 

Während des theoretischen Teils, der in der Wildmooshalle stattfand, sahen die Schülerinnen und Schüler verschiedene kurze Filme, in denen Autounfälle auf sehr deutliche Weise gezeigt wurden: der Moment vor den Aufprall, die Sekunden während des Unfalls sowie die Folgen für die Beteiligten. Die Filmsequenzen zeigen die Auswirkungen des Unfallgeschehens auf den Körper teilweise in Zeitlupe und prägen sich aufgrund der ungeschönten, dabei völlig sachlichen Bilder ein. Damit machen sie klar, wie entsetzlich ein kurzer Moment der Ablenkung, z.B. durch ein Handy, Biographien verändern oder sogar Leben beenden kann. Auch die Frage, wie man nach dem Unfalltod eines geliebten Menschen weiterleben kann, wird thematisiert. 
Zwischen den Filmen berichteten Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei Gröbenzell, der Rettungsdienste und des KIT (Kriseninterventionsteams) von ihren Einsätzen bei schweren Verkehrsunfällen. Ein Anwalt für Strafrecht zählte ebenfalls zu den Referenten. Sie bezogen sich auf Unfälle in der Region, zeigten auch Fotos von zerstörten Fahrzeugen und Rettungseinsätzen. 

Im Anschluss an den theoretischen Teil wurde auf dem Forumsplatz eine Rettungssituation simuliert. Vier scheinbare Unfallopfer, die sich zur Verfügung gestellt hatten, darunter Schüler des Gymnasiums, wurden von der Feuerwehr aus einem Auto herausgeschnitten, von Sanitätern versorgt und mit zwei bereitstehenden Rettungsfahrzeugen abtransportiert. Der realistische Ablauf dieser simulierten Rettungskette sollte die Jugendlichen dazu anregen, ihr eigenes Fahrverhalten zu überdenken und, wenn nötig, zu verbessern.